Ein Strich durch die Rechnung

Die Bahn hat uns heute einen Strich durch die Rechnung gemacht – also mussten wir kurzfristig eine neue Wanderung organisieren. Die schnell getroffene Entscheidung fiel auf eine Tour ab Bad Endorf. Nachdem alle Teilnehmer in einer Nacht-und-Nebel-Aktion informiert worden waren, konnte unsere 11-köpfige Gruppe loslegen – leider in einem ziemlich überfüllten Zug Richtung Salzburg. Zum Glück war die Fahrt kurz und – kaum zu glauben – der Zug sogar mehr oder weniger pünktlich.

In Bad Endorf angekommen wurden wir vom besten Wetter begrüßt: ein wunderschöner, sonniger Tag. Unser Weg führte uns über unterschiedliche Wege, Pfade und kleine Straßen in Richtung Simssee. Die Gegend ist landschaftlich sehr reizvoll, und man hat fast die ganze Zeit Blick auf die Berge. Leider war dieser Blick etwas verschleiert – vermutlich wegen des Saharastaubs. Andere Wanderer sind uns unterwegs kaum begegnet, was der gemütlichen Atmosphäre der Tour sehr zugutekam.

Unsere Brotzeitpause machten wir an einer besonders schönen Stelle direkt am Ufer des Simssees. Mit Ausnahme eines Kaltbaders und seiner Freunde gehörte uns das Ufer fast ganz allein. Die meisten von uns wagten zumindest ein paar Schritte mit den Füßen ins Wasser. Wirkliche Badetemperaturen hatten wir natürlich nicht (ca. 7 Grad), aber für ein paar Runden mit den Füßen hat es definitiv gereicht.

Auch der Rückweg war landschaftlich sehr reizvoll. In einem kleinen Garten entdeckten wir sogar unsere erste Narzisse der Saison – der Frühling ist also eindeutig im Anmarsch. Zurück in Bad Endorf fanden wir noch ein schönes Café in einem alten Bauernhof hoch über dem Ort. Gestärkt von dieser Einkehr machten wir uns anschließend über den Panoramaweg wieder auf den Weg zum Bahnhof, wo wir beim Warten auf den Zug die letzten Sonnenstrahlen des Tages genießen konnten.

Insgesamt sind wir etwa 15 Kilometer gewandert und haben rund 160 Höhenmeter zurückgelegt. Ich habe die Tour als sehr entspannt empfunden und mich besonders über die netten Gespräche mit den Teilnehmern gefreut. Alles in allem war es ein sehr gelungener Tag – trotz Bahnchaos.

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