Wunder an der Isar

Am 25.09. verbrachten wir einen herrlichen Spätsommernachmittag an der Isar ...

Am Freitagnachmittag, dem 25.09., machten sich sechs Spaziergängerinnen bei wunderschönem spätsommerlichen Wetter an der Isar auf eine interessante Entdeckungstour.

Treffpunkt war am Thalkirchener Platz, der gleich an der U-Bahnstation Thalkirchen liegt. Von dort ging es in südlicher Richtung auf schmalen Pfaden direkt an der Isar entlang bis zur Marienklausenbrücke, die Fußgänger und Radfahrer sicher auf die andere Seite der Isar bringt. Zudem hat man von der Brücke einen schönen Blick auf unseren Fluss, auf Sonnenanbeter und Müßiggänger. Auch eine Kajakfahrerin konnten wir beobachten, die ihr Kajak rasant durch die Strudel der Isar bugsierte.

Nur wenige Schritte von der Marienklausenbrücke entfernt zeigte uns unsere Wanderfreundin A. die versteckt liegende Marienklause – eine Andachtsstelle mit einer Kapelle, einem Kreuzweg und einer Quelle. Ein ganz besonderer Ort mitten im Auwald. Und vielleicht brachte der kleine Umweg auch ein kleines Wunder. Welches, steht weiter unter im Text.

Eine Pause war angesagt – die einen wollten in der Sonne sitzen, die anderen lieber im Schatten. Denn obwohl später Nachmittag war es noch ganz schön warm. Am Flaucher fanden wir, was wir suchten: einen Baumstamm in der Sonne, eine Bank im Schatten. So waren alle glücklich und zufrieden.

Vorbeikommende Spaziergänger machten uns auf ein kleines Wunder aufmerksam: Mitten auf der Kiesbank wuchs eine Tomatenpflanze. Nichts wie hin! Dabei entdeckten wir, dass es neben der etwas größeren Tomatenpflanze, die sogar eine kleine Frucht trug, mehrere andere kleine Tomatenpflänzchen gab. Wir waren begeistert! Aus Sorge, dass die Pflänzchen aus Versehen niedergetrampelt werden könnten, schlug unsere Mitspaziergängerin M. vor, diese zu schützen. So bauten wir aus größeren Isarkieselsteinen einen Schutzwall um die Pflanzen. Unser Tun wurde interessiert beobachtet. Was machen die da?, fragte man sich wohl.

Auf unserem Spaziergang kamen wir immer wieder darauf zu sprechen, welchen Schatz wir mit der Isar haben. Mitten in der Stadt ein Fluss, der hauptsächlich als Naherholungsgebiet dient. So war auch noch viel Leben am Ufer oder in den Auen zu finden. Aber nicht zu viel! Gerade richtig, um die Seele baumeln zu lassen und sich zu entspannen.

Unser Ziel waren die Graffiti an der Brudermühlbrücke. Aber auch unterwegs wurden wir auf Allerlei aufmerksam wie zum Beispiel Kunst an einem Baumstamm. Jemand hatte sich viel Mühe gegeben, diesen zu verzieren.

Schon von weitem ist das Kunstwerk des Streetart-Künstlers WON ABC zu sehen. Drei bunt gestaltete Vögel verzieren fast die Hälfte der Brudermühlbrücke und einen der Pfeiler. Aber auch andere Graffiti sind zu finden. Alljährlich werden diese übermalt. Am 25.09. hätte es ab 19 Uhr ein Happening gegeben, um die neu gestalteten Pfeiler und Stützwände der Brücke zu feiern. Aber wir waren zu müde, um auf die Ankunft diverser Streetart-Künstlerinnen und -Künstler zu warten. Bestimmt wäre die Veranstaltung sehr interessant gewesen. Dann halt im nächsten Jahr!

Auch bei diesem Spaziergang waren wir uns wieder einig, dass die Streifzüge durch München uns viel erleben lassen und wir vielleicht die eine oder andere Inspiration erhalten, uns selbst auf den Weg zu machen, um im weitestens Sinne des Wortes neue Horizonte zu entdecken.

Weitere Inspirationen findet Ihr im Wanderkalender und Wanderarchiv.

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